FROHES NEUES JAHR Euch Allen

Dienstag, 31.12.2013

Hallo ihr Lieben, 

es ist Ewigkeiten her, dass ich das letzte Mal in unseren Blog geschrieben habe. Sorry!

Das letzte Jahr war aufregend, spannend, neu, manchmal auch anstrengend, nervendaufreibend und eintönig- aber nur manchmal. 

Unser kleiner Junge macht uns jeden Tag viel Freude mit seiner Art Quatsch zu machen, eben nicht auf uns zu hören, laut und herzlich zu lachen und jeden Tag etwas Neues auszuprobieren, zu entdecken oder einfach etwas besser zu beherschen, als den Tag davor. Dann gibt es natürlich die Abende und Nächte, wo er einfach nicht schlafen will und mein Respekt vor Leuten mit mehreren Kindern wächst proportional zu der Häufigkeit des Aufwachens. :-) Aber auch über Tag möchte man sich nicht immer nonstop mit dem Kleinen beschäftigen, sondern sich mal um sich kümmern oder einfach mal was fertig bekommen. Und trotzdem oder gerade deshalb ist es das Tollste, wenn er in deinem Armen ganz schwer wird, einen tiefen Atemzug macht, den man schon kennt und von dem man weiß, jetzt hat er es geschafft und schläft entspannt. Und dann liegt er an dich gekuschelt, ganz ruhig, wie sonst nie den restlichen Tag, und man kann mal ganz in Ruhe schnuppern, streicheln, tasten und bewundern. Also ihr merkt, ich bin immer noch schwer verliebt in unseren Racker. 

Wir haben in diesem Jahr unglaubliches Glück gehabt und wenn ich mir die ersten Fotos von Januar anschaue und es mit dem Burschen  von heute vergleiche, halte ich selbst es für unmögich, dass es das selbe Kind ist und wir das geschafft haben. Ich bin sehr dankbar für unseren gesunden, sehr aktiven, aufgeschlossen, tollen Jungen und meinen Mann, der sich gemäß aller Prognosen meinerseits als der beste Vater, den ich hab auftreiben können, herausgestellt hat. Danke!

Das neue Jahr wartet auch schon mit Neuigkeiten auf uns. Wir fühlen uns weiterhin in Shanghai wohl und haben deshalbt um ein Jahr verlängert, bis Januar 2015. Ich werde jetzt im Januar auch wieder anfangen zu arbeiten. Durch Zufall habe ich ein sehr großzügiges Angebot mit tollen Konditionen bekommen und freu mich schon drauf mich wieder in der Arbeitswelt austoben zu können. Emil bleibt dann in der Zeit bei unserer neuen Ayi (Nanny/ Haushaltshilfe etc.),  die ganz prima mit Emil umgeht, sich um ihn kümmert und noch nebenbei unseren Haushalt schmeißt. Ich bin wirklich froh sie zu haben, denn der ganze Haushaltsquatsch macht mir wirklich keine Freude und ich weiß ich kann Emil bei einer vertrauenswürdigen Person in seiner gewohnten Umgebung lassen. Das ist hier in China ein riesen Vorteil und absolut bezahlbar. 

Wir werden 2014 spontan jetzt Ende Januar in Deutschland aufschlagen und dann irgendwann im Juni, wenn Marijke und Roelof heiraten. 

Wir freuen uns sehr alle zu sehen, soweit das möglich ist.

Euch allen und Euren Familien alles Liebe, Glück und Gesundheit für das Jahr 2014!

Rutscht gut rein

Grüße von Flo

Steffi 

Ganz frisch auf der Welt  und wach und hungrig

Langstreckenflug mit Baby

Dienstag, 24.09.2013

Hallo,

mich haben viele Leute gefragt, wie denn so der Flug mit Baby war und ich muss echt sagen- ENTSPANNT!

Also wir sind um 23.20Uhr nachts in Shanghai losgeflogen, sprich sowieso Schlafenszeit für den Kleinen. Kinderwagen und die 10kg extra Gepäck für Emil noch vorher zusammen mit unserem Gepäck aufgegeben, wobei der Kinderwagen dann beim Sondergepäck abgegeben wird. Für den gibt es dann am Check-in auch extra große Tüten zum Verpacken. Dann mit Maxi Cosi durch die Kontrolle, was manchmal schwierig war, da Emil schon geschlafen hatte und wir ihn aber rausnehmen sollten für die Sicherheitskontrolle. Im Flugzeug bekommen man dann nach dem Start ein Babybett ausgehändigt, was dann an der Trennwand vor einem montiert wird. Das und den Sitz (für beide Elternteile) muss man vorher bestellen, telefonisch oder online bei der Fluggesellschaft. Maxi Cosi gibt man dann im Flugzeug ab. Während des Starts und der Landung kommt das Baby auf den Schoss und wird mit einem extra Anschnaller an dem eigenen Gurt festgemacht. Wenn es Probleme gibt wegen der Ohren oder auch sonst- stillen oder Flasche geben- das beruhigt und das Schlucken nimmt den Druck von den Ohren. Ansonsten darf das Baby bei vielen Fluggessellschaften nicht größer als 68 cm sein, da es sonst nicht mehr ins Bettchen passt. Was man mit einem Baby macht, was größer ist...was ja mit 8/ 9 Monaten schon gut der Fall sein kann- keine Ahnung! Man kann es kaum die ganze Zeit auf dem Schoss halten und shcon gar nihct, wenn man die ganze zeit alleine fliegt. Zwischendurch muss man es einfach mal ablegen koennen...Generell ist es, denke ich, tatsächlcih einfacher, wenn sie noch jünger sind, da man dann noch ggf. stillt und sie einfach noch mehr schlafen. Jetzt mit Füttern, evt keine Ablage mehr...wird es schon ungleich schwieriger. Ich bin froh, dass Flo bei beiden Flügen mit dabei war. Das hat einiges einfacher gemacht. 

Auf dem Rückflug sind wir schon gegen 17.00 nachmittags den Langstreckenflug angetreten...da hat es eine Weile gedauert, bis Schlafenszeit war...das war dann schon noch anstrengender und wir sind halt mitten in der Nacht nach deutscher Zeit gelandet- das hat uns Emil auch nicht gedankt. Schoener wird es dann wohl auch nicht, wenn sie krabbeln/ bewegen/ laufen wollen...ich bin gespannt! Aber auch das wird irgendwie gehen- haben ja auch andere vor uns geschafft.

Gruß Steffi

9 Wochen Deutschland

Dienstag, 24.09.2013

Hallo Leute, 

Emil schläft..es ist 9.00Uhr Ortszeit...ja ich weiß, ich hab et jut!!

Wir sind jetzt seit einer Woche wieder aus Deutschland da und die Rückgewöhnung fällt uns Beiden schwer. seit zwei Tagen gehen die Nächte wieder und auch sonst pendelt es sich wieder langsam ein. In Deutschland ging das irgendwie schneller...

Nun ja, ich hatte in D´land ja mit dem Beifüttern, um den Fachausdruck zu verwenden, angefangen und es klappt wirklich gut. Dabei soll man ja langsam eine Mahlzeit nach der nächsten durch Brei ersetzten..mmh, ohne Zeiten beim Stillen, so wie bei uns, wird das dann mal früher oder später. Jetzt ist es schon zweimal vorgekommen, dass Emil um 23.00 Uhr aufgewacht ist und solchen Hunger hatte, das ich das nicht wegstillen konnte- da hat der kleine Mann noch einmal einen Mitternachtssnack bekommen. Nun ja, dann ersetzten wir wohl als nächstes diese Mahlzeit, obwohl ich die eigentlich komplett abschaffen wollte. Ihr seht, mich plagen hier hochgradig schwierige Problematiken.

Zu Deutschland.

Es war toll in D´land zu sein und Euch alle zu sehen- den einen mehr den Anderen weniger. So oder so, hätte ich natürlich gerne noch mehr Leute öfter gesehen und ich konnte kaum glauben, dass selbst 9 Wochen nicht ausgereicht haben, alle aureichend gesehen zu haben. Und ich war wirklich jeden Tag unterwegs, ausser in der ersten Woche Mittwoch- ansonsten ist mit kein Tag eingefallen. Ich hab super interessante Ausflüge gemacht, z.B.mit meiner Schwester Ina zur Krupp Villa Hügel und anschließend zur Rü (Rüttenscheider Straße in Essen), von der ich sehr begeistert war;mit meinem Dad zum Panometer nach Leipzig, was ich sehr empfehlen kann; bin mit Stefanie und ihrer Charlotte im Bauch über den Prenzlauer Berg flaniert; haben Marijke zugeschaut wie sie todesmutig einen gemeingefährlichen Hund in die Flucht geschlagen hat, um rechtzeitig zur Toilette zu kommen; habe tolle Tage mit den Gesing-Sippe über- und verlebt (wenn man es nicht gewohnt ist, sind 4 Kinder einfach viel Kinder); war in Jena mit zwei lieben Freundinnen shoppen, die sich extra Zeit für mich genommen hatten; hab mit meinem Onkel Lothar an der Elbe in Meissen gesessen und philosophiert und dabei Imbissbuden Chinesisch gegessen (lecker!!); hatten einen tollen Brunch, zu dem viele, viele Leute sich die Zeit genommen haben und mit was leckerem zu Essen gekommen sind (danke noch einmal an die Gastgeber- wir hatten einen tollen Tag und sind auch nachher noch oft angesprochen worden); oh, eine tolle Hochzeit haben wir auch noch erlebt, mit lecker Apperetifes; haben entspannte Tage auf einem Campingplatz verbracht, wo meine Mama ganz lieb auf Emil aufgepasst hat und ich mal richtig lesen konnte usw. usw. usw.  Ich kann jetzt einfach nicht alles aufzählen und die Dinge sind auch nicht irgendwie in einer Reihenfolge gedacht- okay?!

Bei all dem war natürlich Emil immer ganz vorne mit dabei und hat die Leute angelacht, der kleine Charmeur (der übrigens gerade aufwacht...doch schon) 

 

Urlaub Sanya 10.06.- 15.06.

Montag, 24.06.2013

Text kommt noch...

 

 

 

 

Steffi´s Papa zu Besuch 26.04.- 11.05.

Montag, 24.06.2013

Text kommt noch...

 

 

 

Ausflug nach Seoul mit Baby 01.06-03.06.3013

Montag, 17.06.2013

Nachdem mich Flo schon seit Wochen immer wieder drängt doch wieder den Blog zu befüllen, mache ich das jetzt mal schnell. Natürlich würde ich viel lieber häufiger schreiben und so als Vollzeitmama sollte das doch eigentlich auch drin sein...hab ich mir so gedacht...aber wenn das Kind Radau macht, dann rennst du- so einfach ist das. Und das sie mal alleine spielen wollen, kommt dann wohl tatsächlich erst mit 16...

 

Also, nun zu unserem ersten Flug mit Baby. Die Hochzeitseinladung von Florians deutschem Arbeitskollegen mit seiner koreanischen Freundin in Seoul/ Südkorea haben wir dann mal zum Anlass genommen unsere erste Reise mit Emil weiter weg zu wagen. Auch um mal zu schauen, wie das so mit dem Fliegen und allem drum herum klappt. 

Wir waren ein verlängertes Wochenende unterwegs, sprich Samstag morgens los und Mo abends wieder zurück. Bis Seoul sind es von uns aus gerade mal 2h und daher entspannt zu meistern. Mittlerweile müssen wir sagen, dass es durchaus Vorteile hat mit Baby zu fliegen. Überall wird man vorgelassen oder darf in die "special lane"- das ist doch super. Naja, zu Zweit und mit einem Baby, was noch recht viel schläft, gerade wenn es warm ist, zumindest. Mit Großfamilie sieht das dann wahrscheinlich auch schon wieder anders aus.

Nun ja, wir hatten so erst einmal keine Probleme. Da wir, dank unserem Kind, auch in der ersten Reihe sitzen durften, hatte Flo auch endlcih mal etwas Beinfreiheit.Auf dem Hinflug hat der Bengel die meiste Zeit geschlafen und war auch ansonsten gut zu beruhigen. Das hat dann dazu geführt, dass er so entspannt war, dass er uns während der einstündigen Zugfahrt nach Seoul City ein wunderschönes Geschenk gemacht hat, was rechts und links aus der Windel rausquoll- da er gerade auf meinem Knie saß. Wir also den Kleinen komplett im Zug nackig gemacht und alle verfügbaren Taschentücher, feuchttücher und Plastiktüten rausgekrammt. War eine kleine Sauerei, aber dem Kleinen gings danach umso besser. 

Seoul an sich ist eine tolle Stadt. Durch den amerikanischen Einschlag recht westlich und man kann viel shoppen gehen. Gerade Parfums und Pflegeprodukte waren bei den Ehefrauen der chinesischen Arbeitskollegen von Flo, die auch mit waren, sehr gefragt. Diese waren im Prinzip 3 Tage am Stück shoppen. Die Markenprodukte sind in China aber auch verhältnismäßig sehr teuer und in Korea bekommen sie sogar noch die Steuer wieder. Es gibt viele Einkaufspassagen und Fussgängerzonen, was man hier in Shanghai kaum hat. Und Cafes über Cafes- das war echt schön.

Da wir am Sa mit Ankommen etc auch nicht mehr so viel Zeit hatten, sind wir noch zu einer Art Künstlerviertel gelaufen- Insadong. Das war echt nett und mit Baby auch gut zu machen. Sonntags war nachmittags die Hochzeit angeplant, so dass  wir den Vormittag zum Sightseeing nutzen wollten. Bis wir dann allerdings mal losgekommen sind...nun ja, da war nicht mehr ganz so viel Zeit. Ich hatte auf tripadvisor.com ein witziges Museum gefunden, was ich gerne sehen wollte. Ein sogenanntes Trickeye museum. Dort kann man Fotos machen wie man sich selbst in berühmte Bilder integriert. Ich stell mal ein paar Fotos ein, damit man sich das vorstellen kann. Die sachen sind alle gemalt und nur perspektivisch dargestellt. Das ganze macht natürlich nur Sinn und Spaß, wenn man eine Kamera dabei hat- die wir clevererweise vergessen hatten. akku vom Handy natürlich auch alle. ist ja klar. Daher musste Flo noch einmal zurück ins Hotel und die Sachen holen- ansonsten wären wir umsonst dagewesen. Zwar mussten wir im Eilgang durch aber es  sind noch ein paar coole Fotos geworden. Für Emil wars ein bißchen viel und er wollte nicht so gern mit aufs Foto.

Natürlich waren wir mit nach hause fahren, umziehen und zur Hochzeitsstätte eilen, fast zu spät dran...aber da der Bräutigam auch halb Franzose ist und seine französische Verwantschaft mit uns unterwegs zum Ort der Trauung war- fiel es nicht so auf. Es macht allerdings Sinn pünktlich bei so einer koreanischen Hochzeit zu sein- sonst hat man sie am Ende noch verpasst. Der Spaß, inklusive Zeremonie und 7 Gänge Menü dauerte gerade mal 2 1/2 Stunden- da waren alle Koreaner weg! Die Braut hatte mir das schon vorher erzählt wie es ungefähr ablaufen würde und ich war daher schon sehr gespannt, wie sie 7 Gänge in einer Stunde servieren wollen- es geht! Einfach alles nach einander auf den Platz stellen, ob aufgegessen oder nicht- egal! Zwischendurch hatten die Leute, die noch Fotos machen wollten oder anders beschäftigt waren, 4 Teller auf ihrem Platz stehen. Für die extra angereisten Gäste gab es dann später noch eine After party, auf die ich dann leider nciht mehr gehen konnte, da einer auf Emil aufpassen muss. Und da ich noch stille und das mit dem Abpumpen so eine Sache ist, ist es sicherer wenn ich da bleibe. Was auch nicht schlimm ist bzw. war- ich war eh kaputt und Flo kann und darf einfach mehr trinken. Zwinkernd

Montags haben wir uns dann endlich aufgemacht uns die kulturellen Sehenswürdigkeiten- einen Palast- anzuschauen. So ganz war uns an diesem Wochenende das Glück nicht hold. Nach längerem Laufen und Zeitnot im Nacken- wir wollten eine geführte Gartentour um 11.30Uhr machen, wie uns empfohlen wurde- standen wir 11.22  Uhr vor geschlossenem Schalter- da dieser Palast Montags immer zu hat! Das ist wieder so ein FLO/STEFFI Ding. Das war ja klar. Und wir also wieder in sengender Mittagshitze durch die Stadt zum nächsten Palast getigert. Da war es dann auch recht schön- ich hatte allerdings heftiges Verlagen nach Schatten und einem kühlem Getränk, was ich dann auch bekommen habe. 

Emil hat alles toll mitgemacht und wir haben uns soweit auch bemüht auf ihn uns seine Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Mit dem Stillen sind ja Pausen schon vorprogrammiert und da er ja einen kleinen Ofen eingebaut hat, machen wir sowieso oft Pause, da wir alle total nass sind. 

 

Alles in allem kann ich SEoul für eine Reise echt weiterempfehlen. War fast schade, dass wir nicht noch länger geblieben sind. Natur ist in Seoul sehr nah und einfach zu erreichen- besser als in Shanghai. Schade, das uns dafür keine Zeit mehr geblieben ist.

 

Trick eye museum   Trick eye museum Trick eye museum Trick eye museum Trick eye museum Trick eye museum

 

 

Kinderlieder

Sonntag, 17.03.2013

Hallo ihr Lieben,

hiermit starte ich einen Aufruf: 

Ich suche die schönsten Kinderlieder aus euren Musiksammlungen. Ein paar Klassiker haben wir schon per CD von meiner Mom bekommen (Danke dafür), aber was sind denn wirklich gute! Kinderlieder der modernen Neuzeit? Ich habe meine Musiksammlung durchforstet und habe folgendes gefunden: 

Deep Purple - Child in time

Guns N´ Roses - Sweet child O` mine

Iron Maiden - Children of the dammed

Marilyn Manson - Children of Cain

Rammstein - Spieluhr

Wise guys - Kinder 

Alles nicht ganz so passend, obwohl ich gerade das Lied von den Wise Guys ganz nett finde. Bringt einen wieder in die Realität zurück, dass es als stolze Eltern auch noch ein Leben neben Windel wechseln, Füttern und rumtragen gibt.

Also, ich warte auch eure Vorschläge zu richtig guter Kindermusik. (Wer jetzt mit Rolf Kotzofski um die Ecke kommt darf diesen Blog nicht mehr lesen. Alles andere sehr gerne).

Haut rein.

Kommunikationsschwierigkeiten

Samstag, 16.03.2013

nach über einem Jahr in China rennen wir immer noch in Probleme aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten. Unsere Chinesisch-Kenntnisse tendieren gegen Null, da aufgrund unterschiedlicher Ereignisse unser Unterricht immer wieder ausfallen musste und wir im Moment unseren Fokus auf den Kleinen gelegt haben und viel zu müde zum Vokablelernen sind. Dehalb kam es zu folgender Situation: 

Wir haben einen Wasserspender in der Wohnung, so einen wie man ihn auch bei DM in Büros oder anderen öffentlichen Gebäuden findet. Die dicken blauen Wasserkanister können wir dann bei einer Firma hier unter einer Hotline nachbestellen. Nachdem wir dann erfahren haben, dass das Wasser, für das wir uns anfangs entschieden haben, entmineralisiert ist und somit doch nicht gesund, sind wir auf eine andere Marke umgestiegen. Die haben natürlich andere blaue Kanister, so dass sie unsere zuerst bestellten nicht als Pfand zurück nehmen wollten. So standen also drei dicke Flaschen bei uns in der Abstellkammer und versperrten den Platz. Also bei der Firma angerufen und versucht zu vermitteln, dass man kein neues Wasser haben möchte, sondern nur Pfand zurückgeben möchte. Irgendwann meinten wir dann, dass die nette Dame unsere Worte "Return empty bottle" verstanden hätte und der Waterboy klingelte dann auch tatsächlich am frühen Nachmittag an der Tür. Aber nicht um unsere drei leeren Kanister entgegen zu nehmen und uns das Pfnad auszuzahlen, sondern um uns drei weitere leere Flaschen zu bringen. Bestimmt macht sich die Frau vom Telefon schon den ganzen Tag Gedanken, was wir denn mit drei leeren Flaschen wollen. Die hat er zum Glück wieder mitgenommen, aber unsere drei stehen noch hier....

Ach hätten wir beim Chinesisch besser aufgepasst.

Anbei noch ein Foto, wie der Kleine die Sonne auf unserer Fensterbank genießt.. Heute wäre sein ausgezählter Geburtstermin gewesen und wir feiern ein wenig.

Jetzt noch eine Sonnenbrille auf und die Welt wär perfekt

Euch einen schönen Sonntag

Schweine in Shanghai

Montag, 11.03.2013

Gestern hat der Spiegel über fast 3000 Schweinekadaver geschrieben, die in Shanghai aus dem Huang Pu (der Fluss, der an den Hochhäusern unten entlang fließt) gezogen wurden. Klingt erstmal dramatisch und man stellt sich vor, dass jetzt die ganze Fußgängerzone voller Schweinehälften liegt und die Damen jetzt gar nicht mehr in den Louis Vouiton shop kommen und alles ganz schrecklich ist.

Dann aber kurz die Fakten zusammengesammelt, was ja hier nicht ganz einfach ist. Mein Büro liegt direkt am Fluss, aber nicht in der schönen Ecke sondern ca. 30km flussaufwärts im Industriegebiet. Komisch, da schwammen keine Schweine vorbei. Vielleicht sind die ja untergetaucht. Dann mal genau die Karte gecheckt. Die Schweine wurden in einem Nachbarort gefunden und dort auch rausgezogen. Das ist ungefähr 50 km vom Stadtzentrum entfernt. Wäre also so, als ob man hier in China schreiben würde, dass in Köln jetzt Altbier getrunken werden würde. 

Jetzt will ich die Sache nicht veharmlosen. Die Bauern haben hier ein Problem mit der Entsorgung, falls es zu einer Notschlachtung kommt. Dann können oder wollen sie die Kosten für die Kadaver nicht übernehmen und ab damit in den Fluss. 

Alles ekelhaft? Kein Problem. Hier gibt es noch News von unserem Kleinen. 

Emil wächst jetzt richtig schnell und kann auch schon ein wenig Theater machen, wenn es ihm mit dem Essen nicht schnell genug geht. Ansonsten ist er aber noch sehr pflegeleicht. Wenn wir spazieren gehen, dann schläft er meistens und fühlt sich im Kinderwagen richtig wohl. Natürlich kommen immer alle angerannt und schauen sich den Burschen an. Dann ist es sehr schwer zu erklären, dass er zwar schon zwei Monate alt ist, aber halt noch sehr klein und dass es so in Ordnung ist. Witzig ist, dass die Chinesen zuerst mich ansehen und zum Kollegen ein "hěn gāo" (sehr groß/lang) raunen und dann in den Kinderwagen schauen und ein "hěn xiǎo" ausrufen. Was das jetzt heißt könnt ihr euch ja jetzt denken. Der Frühling macht jetzt auch bei uns Pause, aber ich konnte am Samstag wenigstens schonmal für drei Stunden die Streetballsaison eröffnen.

Jetzt geh ich mal schauen, was ich meiner Liebsten noch gutes tun kann, schließlich feiert sie ja heute Geburtstag. Ach, über einen Sohn mit frischer Windel freut sie sich im Moment am meisten. Ich leg dann jetzt mal los...Puh, wie das stinkt...

 

Mit dem Rad zur Arbeit

Dienstag, 05.03.2013

... ist ja so gesund und wird in Deutschland bestimmt auch mal wieder ein Hype. Ich habe mal gelesen, dass das was in den 90ern das Cabrio war, heute nun das Fahrrad sei. Und mit Elektrounterstützung kann man ja jetzt auch gut etwas längere Strecken zurücklegen.

Wie schon erwähnt, habe ich mir überlegt, jetzt auch mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Es dauert zwar etwas länger als eine Stunde, aber so lange bin ich ja auch mit der Metro und dem Taxi unterwegs. Also, Reifen aufgepumpt und in den Verkehr eingetaucht. Nach der ersten Tour brannten zwar noch ein wenig die Beine, aber jetzt macht es wieder richtig Spaß. Dann viel mir eine Email auf, in der bekannt gegeben wurde, dass aufgrund der hohen Smogwerte Siemens jetzt Atemschutzmasken N95 verteilen würde. Klingt ja erstmal sehr gut, also wollte ich sie direkt mal ausprobieren. Sieht dann so aus:

Atemschutz muss sein

Sieht komisch aus, atmet sich aber besser. Als ich nach 26km zu Hause ankam und mir die ehemals weiße, jetzt dunkelgraue Maske ansah viel mir nur noch der Spruch vom Opa von Frank Goosen ein: 

"Feinstaub? Was ist Feinstaub? Früher da hatten wir Stuabkörner, die waren so groß wie Ratten..."

Ich werde nächste Woche die Luftreinigungsanlage für zu Hause abholen und die Masken sind meine neuen Freunde, egal wie blöd das aussieht. 

Ansonsten geht es uns dreien aber gut. Emil wiegt jetzt 2700gr und ist schon 48cm groß. Das sind 10cm mehr als bei der Geburt. Wenn das so weitergeht, dann passt sein Körper bald zu seinen Händen und Füßen. Wenn man sich die ansieht, dann brauch man nämlich kein Röntgenbild von den Knochenabständen, um zu sehen, dass das mal an langer Lappes wird. 

Gestern war Léi Feng Tag in China. Mr. Léi Feng war ein chinesischer Bauer oder Arbeiter, der sein Leben ganz der Partei und dem Staat gewidmet hat und seinen Patriotismus durch große Barmherzigkeit ausdrückte und allen half. Deshalb sollte an diesem Tag jeder etwas nützliches (aber nicht eigennützig) tun. Ich habe frische Eierkuchen aus der Bäckerei nebenan verteilt. Kam bei meinen Kollegen gut an. Der Mr. Feng starb der Legende nach an unter einem Laternenpfahl, der umkippte als der gute Herr einen Lastwagen einweisen wollte der dann dagegen fuhr. Was lernen wir daraus? Auch bei noch so großer Güte und Barmherzigkeit immer einen Helm tragen.

Euch einen schönen Tag noch. 

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